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Ortsgruppe Bochum-Herne der DFG-VK

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20. Februar 2026

Nein zum kriegstüchtigen Gesundheitssystem

Stellungnahme der IPPNW Gruppen Bochum, Dortmund und Essen

Leserbrief an die Ärztezeitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bestürzung haben wir den Artikel im Heft 1/2026 zur Kenntnis genommen, in dem eine Vorbereitung der Arztpraxen auf den Kriegsfall dargestellt wird.

Wir kennen die Aufforderung von oberster militärischer Stelle, die Bevölkerung mit einem „Mindsetting“ auf den Bündnis- und Verteidigungsfall einzustimmen.

Nun unterstützt auch die „Ärztezeitung“ diejenigen, die das Gesundheitswesen “resilient“ (gemeint ist „kriegstüchtig“) machen wollen. Um ihn akzeptabel zu machen, kommt der Zivilschutz (gedacht für den Krieg) dabei argumentativ unter der Tarnkappe des Katastrophenschutzes daher – dieser ist jedoch für Friedenszeiten, z.B. für Naturkatastrophen, gedacht (und wird als solcher natürlich von jedem Arzt befürwortet).

Der Unterschied ist gewaltig: Z. B. darf zwar die Bundeswehr bei Katastrophen unterstützend tätig werden, im Kriegsfall jedoch wird die öffentliche Gesundheitsversorgung dem Primat des Militärs unterworfen. Auch die sog. Triage wird umgekehrt: Bei Unfällen bekommt der Schwerstverletzte die erste und größte Hilfe, im Kriegsfall der Soldat. Eine solche Denkweise betrachten wir als unärztlich.

Wie schon in den 80er Jahren ist ein Gesundheitssicherstellungsgesetz (als sog. Schubladengesetz) geplant, in dem wieder eine Zwangsverpflichtung zur Fortbildung in Kriegsmedizin in Rede steht.

Die Rüstungsspirale dreht sich immer weiter, das kann nur in einem Atomkrieg enden. Wir Ärzte wissen: Da gäbe es keine Hilfe, jede Vorbereitung darauf ist überflüssig. Sie verstärkt nur das irrige Gefühl, siegen zu können. Mit zunehmender Rüstung sinkt das Risiko jedoch nicht, es steigt.

Es gäbe noch vieles zu sagen, dafür reicht der Platz in einem Leserbrief nicht aus. Wir halten es aber für gerechtfertigt, dass diesen Gesichtspunkten in den ärztlichen Medien ein ebenso großer Platz eingeräumt wird wie den militärischen. Darum möchten wir Sie bitten.

Mit freundlichen Grüßen

Für die Regionalgruppe Dortmund der IPPNW Dr. Jürgen Huesmann

Für die Regionalgruppe Bochum der IPPNW Dr. Ingrid Farzin

Für die Regionalgruppe Essen der IPPNW Dr. Ulrich Krüger

(IPPNW: International Physicians for the Prevention of Nuclear War, Trägerin des Friedensnobelpreises 1985)

Kategorie: Allgemein, Lesenswert Stichworte: Bochum, Frieden, Lesenswert

3. Februar 2026

Kriegsdienstverweigerung und KDV-Beratung

Seit dem 1. Januar 2026 gilt ein neues Wehrdienstgesetz. Ziel dieses Gesetzes ist es, die Anzahl der SoldatInnen der Bundeswehr bis 2035 auf ca. 460 000 bis 470 000 Personen inklusive Reservisten zu erhöhen. Deshalb müssen alle jungen Männer, die nach dem 31.12.2007 geboren worden sind, den Bundeswehr-Fragebogen ausfüllen. Jedes Jahr will die Bundeswehr so etwa 20.000 neue SoldatInnen rekrutieren.
Alle jungen Männer, die nicht ausgemustert werden, haben das Recht (Grundgesetz, Artikel 4, Absatz 3), den Kriegsdienst zu verweigern. Dieses Recht gilt immer und kann in keinem Fall verweigert werden.

Wir, die DFG-VK, bieten jetzt wieder Beratung zur Kriegsdienstverweigerung an. Wenn Sie diese Beratung in Anspruch nehmen wollen, dann senden Sie bitte ein E-Mail an: kdv@friedensplenum-bochum.de
Wenn nutzen alle sinnvollen Möglichkeiten der Kommunikation wie z.B. persönliche Beratung, Video-Meetings per jitsi oder BigBlueButton, … für unsere KDV-Beratung.
Vorab können Sie sich hier auf unserer speziellen Webseite zur KDV informieren: https://kdv.dfg-vk.de/ Diese Webseite ist ein einfacher und schneller Ratgeber zur Kriegsdienstverweigerung.
Hier können Sie der Bundesregierung schon jetzt sagen, dass Sie jeden Zwangsdienst ablehnen: https://ohnemich.dfg-vk.de/

Zum Fragebogen der Bundeswehr: Wichtig ist, die Frage „Haben Sie grundsätzlich Interresse, auf freiwilliger Basis Soldatin oder Soldat zu werden“ mit „0“ (NULL = kein Interesse) zu beantworten.

Verschlüsselung von E-Mails: Sie können uns auch ein verschlüsseltes E-Mail senden. Dieses E-Mail kann dann nur der Empfänger lesen, weil nur er den richten interrnen Schlüssel dazu hat. Verschlüssel Sie Ihr E-Mail mit diesem Schlüssel:

—–BEGIN PGP PUBLIC KEY BLOCK—–
xjMEaYHcJRYJKwYBBAHaRw8BAQdApwysah6XEfcv3J/NW7/eBBJsqPJy43XmwIqt
lG+KsOXNJE1hcnRpbiBCbGFzY3p5ayA8Ymxhc2N6eWtAZGZnLXZrLmRlPsKPBBMW
CAA3FiEELmaUiliB8+R38F0iKfemnqrIiykFAmmB3CUFCQWjmoACGwMECwkIBwUV
CAkKCwUWAgMBAAAKCRAp96aeqsiLKacgAQClUCysuPpl3s+cEVCYYZ/UyWHEUPld
CAlLcjxNPbHchgEAnJajeqtN1Lla7d7RIb5dM7CawUAKHEddrAiQxqX7agPOOARp
gdwlEgorBgEEAZdVAQUBAQdAnmXSm0FXlWeb+fUM4+O2sakE5d/kxzsui9fw8r9/
AQMDAQgHwn4EGBYIACYWIQQuZpSKWIHz5HfwXSIp96aeqsiLKQUCaYHcJQUJBaOa
gAIbDAAKCRAp96aeqsiLKQUEAQC3GC4uMMptBC+jfbDPASKJbNkjjtEGu0MfG2JI
w5uG2wEA9FzkUjGkw+Tc0JpRe0N1HKjnwjzbSpckMuoZroFXtgY=
=Jc0M
—–END PGP PUBLIC KEY BLOCK—–

und senden Sie es an: blasczyk@dfg-vk.de Dieser Schlüssel ist auch bei keys.openpgp.org hinterlegt. Zur Verschlüsselung empfehlen wir, OpenPGP zu nutzen.

Datenweitergabe durch das Einwohnermeldeamt: Widerspruchs-Tool für Jugendliche und ihre Eltern
Die Bundeswehr versendet immer wieder Werbematerial auch an unter 18jährige. Dies kann man verhindern, indem man beim Einwohnermeldeamt der Weitergabe der Daten schriftlich widerspricht. Dieses Recht ist duch die DSGVO garantiert. Hier der Link zum Musterbrief für den Widerspruch.

Kategorie: KDV-Beratung Stichworte: Bundeswehr, KDV-Beratung, Kriegsdienst, Wehrdienst

6. Januar 2026

Völkerrecht verteidigen

Wir verurteilen den US-Militäreinsatz gegen Venezuela und die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores am vergangenen Samstag. Unabhängig davon, wie man zur Regierung Venezuelas steht, ist ein solcher Bruch des Völkerrechts und der UN-Charta aufs Schärfste zu kritisieren. Wir fordern von der Bundesregierung, den Völkerrechtsbruch klar zu benennen.

Die Achtung der Souveränität und territoriale Integrität aller Staaten sind Grundpfeiler der internationalen Ordnung. Das militärische Eingreifen der USA gegen Venezuela missachtet diese Prinzipien massiv. Die Menschen in Venezuela sollten über die Zukunft ihres Landes selbst entscheiden.

Das Völkerrecht ist kein Wunschkonzert, nach dem man sich nur richtet, wenn es politisch passt. Die USA setzen sich erneut über geltendes Recht hinweg.

Das Recht des Stärkeren darf nicht gewinnen, verteidigen wir gemeinsam das Völkerrecht und die Vereinten Nationen!

Demo Mittwoch, den 7. Januar um 17 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof

Kategorie: Allgemein, Termin Stichworte: demo, Frieden, Trump, Überfall, USA, Venezuela

4. Januar 2026

Angriff auf Venezuela

Die DFG-VK protestiert gegen den völkerrechtswidrigen Überfall der USA auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro. Der Bundesverband der DFG-VK hat dazu am 3. Januar eine Stellungnahme herausgegeben. Darin wird die deutsche Regierung aufgefordert, klare Worte zu finden und Konsequenzen zu ziehen.

Dass Friedrich Merz auch hier in Erwägung zieht, das Vermögen des Angreifers zu konfiszieren wie er das für russisches eingefrorenes Geld machen wollte, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Proteste in Bochum sind in Vorbereitung.

Kategorie: Allgemein Stichworte: Maduro, Trump, USA, Venezuela

5. Dezember 2025

Beim Schulstreik in Bochum KDV-Beratungsangebot präsentiert

5. Dezember 2025: Hunderte von Schülis in Bochum, Tausende in NRW, Zehntausende in Deutschland demonstrieren gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Zeitgleich mit den „Beratungen“ über das „Wehrpflichtmodernisierungsgesetz“ im Bundestag sagen die Betroffenen ihre Meinung. Das NRW Schulministerium will dieses Fernbleiben vom Unterricht als unentschuldigtes Fehlen werten, die zahlreichen ausfallenden Stunden durch Lehrermangel gelten derweil schon als normal.

In Herne und in Bochum stehen Berater:innen zur Verfügung, die den jungen Menschen die sich nicht als Kanonenfutter missbrauchen lassen wollen, Hilfestellung anbieten bei Fragen zu Kriegsdienstzwang und Verweigerung:
kdv@friedensplenum-bochum.de
kdv.herne@posteo.de

Kategorie: Allgemein, Bericht Stichworte: Bochum, herne, KDV

4. Dezember 2025

Schulstreik am 5.12.2025

Auf dem Weg über einen „freiwilligen Wehrdienst“ wird eine Zwangskriegsdienstpflicht vorbereitet. Schülerinnen und Schüler gehen dagegen auf die Straße. Sie bestreiken ihre Schulen morgen, am Freitag den 5.12. in vielen Orten, auch in Bochum. Sie protestieren dagegen, demnächst an der Waffe zum Töten ausgebildet zu werden, dass Geld in Rüstung und Militär statt in Bildung und Gesundheit investiert wird.

In Bochum beginnt die Demo am Freitag um 9 Uhr vor dem Schauspielhaus. Unterstützen wir die jungen Menschen bei ihrem wichtigen und berechtigten Anliegen durch Teilnahme an dieser Demo. Auch aus Herne hat sich schon Unterstützung angemeldet.

Nicht nur durch Teilnahme an dieser Schulstreikdemo werden wir beitragen, der Militarisierung etwas entgegenzusetzen. Die Verweigerung des Kriegsdienstes mit der Waffe ist eine Form des Widerstandes gegen das neue Kriegsdienstgesetz. Wir, die Herner Friedensinitiative, das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK Bochum/Herne, haben neue Beratungsangebote geschaffen:

Zu Fragen hinsichtlich des neuen Kriegsdienstgesetzes
und
Zu Fragen, wie kann jede/r den Kriegsdienst verweigern?

sind wir erreichbar unter:

kdv.herne@posteo.de

kdv@friedensplenum-bochum.de

Also, wir sehen uns am Freitag um 9 vor dem Schauspielhaus!

Kategorie: Allgemein, Termin Stichworte: Bochum, demo, Wehrpflicht, Zwangsdienst

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