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Ortsgruppe Bochum-Herne der DFG-VK

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Aktuelle Seite: Startseite / Archiv für Allgemein

Allgemein

14. Mai 2026

Zum Tag der Kriegsdienstverweigerung

Zum morgigen Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung erinnert die Bochumer Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) daran, dass das Recht auf Kriegsdienstverweigerung im Grundgesetz verankert ist: »Dieses Recht gilt auch für die 328.000 ukrainischen Männer (laut Ausländerzentralregister),  die sich der Einberufung zum Militär entzogen haben und in Deutschland leben. Die DFG -VK verurteilt die Forderungen von Friedrich Merz und Markus Söder, die ukrainischen Männer zur Rückkehr in die Ukraine und damit zum Militärdienst zu zwingen.

In Deutschland wird die Wiedereinführung der Pflicht zum Kriegsdienst geplant. Die bisherigen Zahlen der Erfassung-Fragebögen zeigen, dass der Kriegsdienst auch 2026 von einer deutlichen Mehrheit der Betroffenen abgelehnt wird. Mehr als ein Viertel der Angeschriebenen hat trotz Bußgelddrohung den Fragebogen nicht zurückgeschickt. Bei den beantworteten Bögen hat die Hälfte der Befragten angegeben, kein Interesse am Wehrdienst zu haben.

[Weiterlesen…] Infos zum Plugin Zum Tag der Kriegsdienstverweigerung

Kategorie: Allgemein

30. März 2026

Ostermarsch in Bochum und Wattenscheid

Der traditionelle Ostermarsch Ruhr der Friedensbewegung startet auch in diesem Jahr am Samstag in Duisburg, geht als Fahrradetappe am Sonntag von Essen über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum. Er endet am Ostermontag in Dortmund. In Wattenscheid wird Karin Salewski um 13.10 Uhr vor der Friedenskirche in ihrer Rede über die Kampagne für den NRW Appell „AfD-Verbot jetzt“ informieren. Nach einem Abstecher des Ostermarsches nach Herne wird um 16 Uhr die sonntägliche Abschlusskundgebung vor der KoFabrik stattfinden. Zunächst berichtet Miriam Bala, Vorstandsmitglied in der Bezirks- und in der Landesschüler:innenvertretung über den Widerstand gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Anschließend wird ein Mitglied der Initiative „Riseup 4 Rojava“ daran erinnern, was zur Zeit im Nordosten Syriens stattfindet. Das Thema Rojava für diesen Kundgebung wurde nicht nur gewählt, weil dies sicherlich bei den vorherigen Zwischenstopps des Ostermarsches kein Thema ist. Rojava ist für die Friedensbewegung ein wichtiges Thema, weil hier ganz deutlich wird, wie verlogen die Kriegspolitik der NATO und der Bundesregierung ist. Aufrüstung, Waffenlieferung und z. B. der Militäreinsatz in Afghanistan wurden und werden damit begründet, dass es um Freiheit, Demokratie und Frauenrechte geht. Rojava ist de-facto ein autonomes Gebiet im Nordosten Syriens, das während des Bürgerkriegs entstand . Es findet weltweit Anerkennung für sein basisdemokratisches System, für vorbildliche Frauenrechte und und die hohe Akzeptanz der ethnischen Vielfalt. Das NATO-Mitglied Türkei bedroht und bekämpft die Entwicklung in Rojava und Deutschland liefert Waffen dafür. Das ist natürlich nicht das einzige Beispiel dafür, wie verlogen die Militärpolitik der NATO ist. Rojava ist aber zu wenig bekannt und viel zu wenig als Skandal thematisiert. Das mutige Experiment in Rojava verdient internationale Solidarität. Achim Bigus wird die Veranstaltung mit Friedensliedern begleiten.

Kategorie: Allgemein, Termin Stichworte: demo, Frieden, Ostermarsch

20. Februar 2026

Nein zum kriegstüchtigen Gesundheitssystem

Stellungnahme der IPPNW Gruppen Bochum, Dortmund und Essen

Leserbrief an die Ärztezeitung

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Bestürzung haben wir den Artikel im Heft 1/2026 zur Kenntnis genommen, in dem eine Vorbereitung der Arztpraxen auf den Kriegsfall dargestellt wird.

Wir kennen die Aufforderung von oberster militärischer Stelle, die Bevölkerung mit einem „Mindsetting“ auf den Bündnis- und Verteidigungsfall einzustimmen.

Nun unterstützt auch die „Ärztezeitung“ diejenigen, die das Gesundheitswesen “resilient“ (gemeint ist „kriegstüchtig“) machen wollen. Um ihn akzeptabel zu machen, kommt der Zivilschutz (gedacht für den Krieg) dabei argumentativ unter der Tarnkappe des Katastrophenschutzes daher – dieser ist jedoch für Friedenszeiten, z.B. für Naturkatastrophen, gedacht (und wird als solcher natürlich von jedem Arzt befürwortet).

Der Unterschied ist gewaltig: Z. B. darf zwar die Bundeswehr bei Katastrophen unterstützend tätig werden, im Kriegsfall jedoch wird die öffentliche Gesundheitsversorgung dem Primat des Militärs unterworfen. Auch die sog. Triage wird umgekehrt: Bei Unfällen bekommt der Schwerstverletzte die erste und größte Hilfe, im Kriegsfall der Soldat. Eine solche Denkweise betrachten wir als unärztlich.

Wie schon in den 80er Jahren ist ein Gesundheitssicherstellungsgesetz (als sog. Schubladengesetz) geplant, in dem wieder eine Zwangsverpflichtung zur Fortbildung in Kriegsmedizin in Rede steht.

Die Rüstungsspirale dreht sich immer weiter, das kann nur in einem Atomkrieg enden. Wir Ärzte wissen: Da gäbe es keine Hilfe, jede Vorbereitung darauf ist überflüssig. Sie verstärkt nur das irrige Gefühl, siegen zu können. Mit zunehmender Rüstung sinkt das Risiko jedoch nicht, es steigt.

Es gäbe noch vieles zu sagen, dafür reicht der Platz in einem Leserbrief nicht aus. Wir halten es aber für gerechtfertigt, dass diesen Gesichtspunkten in den ärztlichen Medien ein ebenso großer Platz eingeräumt wird wie den militärischen. Darum möchten wir Sie bitten.

Mit freundlichen Grüßen

Für die Regionalgruppe Dortmund der IPPNW Dr. Jürgen Huesmann

Für die Regionalgruppe Bochum der IPPNW Dr. Ingrid Farzin

Für die Regionalgruppe Essen der IPPNW Dr. Ulrich Krüger

(IPPNW: International Physicians for the Prevention of Nuclear War, Trägerin des Friedensnobelpreises 1985)

Kategorie: Allgemein, Lesenswert Stichworte: Bochum, Frieden, Lesenswert

4. Januar 2026

Angriff auf Venezuela

Die DFG-VK protestiert gegen den völkerrechtswidrigen Überfall der USA auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro. Der Bundesverband der DFG-VK hat dazu am 3. Januar eine Stellungnahme herausgegeben. Darin wird die deutsche Regierung aufgefordert, klare Worte zu finden und Konsequenzen zu ziehen.

Dass Friedrich Merz auch hier in Erwägung zieht, das Vermögen des Angreifers zu konfiszieren wie er das für russisches eingefrorenes Geld machen wollte, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Proteste in Bochum sind in Vorbereitung.

Kategorie: Allgemein Stichworte: Maduro, Trump, USA, Venezuela

5. Dezember 2025

Beim Schulstreik in Bochum KDV-Beratungsangebot präsentiert

5. Dezember 2025: Hunderte von Schülis in Bochum, Tausende in NRW, Zehntausende in Deutschland demonstrieren gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Zeitgleich mit den „Beratungen“ über das „Wehrpflichtmodernisierungsgesetz“ im Bundestag sagen die Betroffenen ihre Meinung. Das NRW Schulministerium will dieses Fernbleiben vom Unterricht als unentschuldigtes Fehlen werten, die zahlreichen ausfallenden Stunden durch Lehrermangel gelten derweil schon als normal.

In Herne und in Bochum stehen Berater:innen zur Verfügung, die den jungen Menschen die sich nicht als Kanonenfutter missbrauchen lassen wollen, Hilfestellung anbieten bei Fragen zu Kriegsdienstzwang und Verweigerung:
kdv@friedensplenum-bochum.de
kdv.herne@posteo.de

Kategorie: Allgemein, Bericht Stichworte: Bochum, herne, KDV

4. November 2025

Deine Unterschrift gegen die Reaktivierung des Kriegsdienstes

Hier kannst du der Bundesregierung schon jetzt sagen, dass du bei einer neuen Wehrpflicht nicht dabei bist!

Kategorie: Allgemein

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